„ … Susan weiß, was sie tut, und weiß auch instinktiv, wonach sie sucht, obwohl sie das nicht unbedingt beschreiben könnte. Dafür ist sie ja Malerin … diese Anthropo-morphisierung, dieser Zwang, harmlose Früchte in hochmütige Damen, femmes fatales, Schelme und zänkische Paare zu verwandeln, die Haupt- und Nebenrollen
in einem fein choreographierten Schauspiel einnehmen, ist meine sehr eigene, persönliche Deutung. Ich hoffe allerdings, dass sie dazu angeregt sind, sich auf Susans Bilder einzulassen, sie wirklich zu betrachten, und zu sehen, was passiert. Ich versichere Ihnen, es wird etwas passieren. …"

Beatrice Behlen
Senior Curator Museum of London
Zur Eröffnung der Ausstellung "Stilleben", 27. August 2010
„ ... die vordergründig sinnliche Ausstrahlung ihrer Früchtestilleben bergen aber ‚in der Tiefe’ eine existenzielle metaphorische Bildaussage. Werden und Vergehen des Lebens, Schönheit und Verfall, von denen das Eine nicht ohne das Andere existiert.“
Dr. Eva Müller-Remmert
Kunsthistorikerin
„... the initial, sensual aura of her still-life paintings hides a deeper, existential-metaphorical content: being and becoming, and the passing of life; beauty and transience, one of which cannot exist without the other.”
Eva Müller-Remmert, Ph. D.
Art Historian
“Susan Boal Thormanns ‚Früchtestillleben’ lassen jede naturalistische Darstellung hinter sich. Nicht Abbild von Früchten sind sie, sondern Inszenierungen, Visionen der Künstlerin. Man könnte sie als ‚abstrakt’ bezeichnen, wären sie nicht so unmittelbar aus dem Gegenstand entstanden.“
Brigitte Schäfer, M.A.
Kunsthistorikern
“Susan Boal Thormann´s still-life paintings of fruit reach beyond naturalistic representation. Not copies of fruit, they are instead stage sets, visions arranged by the artist. One could describe the paintings as ‚abstract’ were the motifs not taken directly from everyday objects, accessible and easily recognized.”
Brigitte Schäfer, M.A.
Art Historian
„Vor violettem Hintergrund wölbt sich ein Pfirsich dem Betrachter entgegen. Seine pelzige Oberfläche schimmert in Gelb- und Rottönen ... Bis ins kleinste Detail naturalistisch in Öl gemalt, tritt die Frucht wie eine Plastik aus der Bildfläche hervor und weckt Assoziationen zur menschlichen Gestalt ...

Doch ihre Arbeiten sind keine harmlos dekorativen Stilleben. Die Früchte irritieren durch ihre scharfen Konturen und ihre Größe, durch das Licht, das sich in ihnen spiegelt, und gelegentlich durch verfremdende Farbgebungen, vor allem aber durch den fehlenden räumlichen Bezug. Was sie mit dem Hintergrund verbindet, ist allein ihr Schatten.“
Katja Möhrle, M.A.
Frankurter Allgemeine Zeitung
“A peach arches before a violet background. Its fuzzy surface vibrates in yellows and reds, ripe parts covered in blue. Painted in oil in fine, naturalistic detail, the object steps out like sculpture and awakens associations with the human form …

But her paintings are not harmless, decorative still-lifes. The sharp contours and the size of the fruit, the reflected light on the surface of the objects and the sometimes uncommon use of color, but especially the lack of background detail provoke an active response. Shadows form the only link from the fruit to the background distance.”
 
Katja Möhrle, M.A.
Frankurter Allgemeine Zeitung